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Wirtschaft auf den Kanaren

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Wirtschaft auf den Kanaren

Wirtschaftskraft

Das kanarische Bruttosozialprodukt ist zu 78 Prozent vom Dienstleistungssektor abhängig. Hier macht sich hauptsächlich der Tourismus bemerkbar, denn die Kanaren werden jährlich von über zehn Millionen Touristen besucht. Im Jahr 2006 wurden 12,6 Milliarden Euro in der Tourismusbranche umgesetzt, das bedeutet 3,5 Prozent Mehreinnahmen im Vergleich zum Vorjahr.

Aber auch der Handel ist nicht unbedeutend. Der größte Anteil der Exporte geht in die Europäische Union. In letzter Zeit stiegen auch die Exporte nach Westafrika und Asien. Der Beitrag der Landwirtschaft von 2 Prozent zum Bruttosozialprodukt wird vom Bananenanbau angeführt. Die Kanaren besitzen die größten Anbauplantagen Europas, dennoch sind die Ausfuhren rückläufig und beziehen sich fast ausschließlich auf Spanien (ca. 300.000 Tonnen im Jahre 2005)[20]. Weitere nennenswerte landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Tomaten (203.525 Tonnen; 2004)[21], Gurken (17.700 Tonnen; 2004)[22], Blumen und Pflanzen (5.748 Tonnen; 2004)[23], Kartoffeln und Wein. Auf einer Gesamtanbaufläche von 51.192 Hektar auf den Kanaren beträgt die Gesamtproduktion 1.047.267 Tonnen im Jahre 2004[24].

Die Industrie konzentriert sich hauptsächlich auf die Energie- und Wasserwirtschaft, aber auch auf Lebensmittel-, Tabak- und andere Leichtindustrien, die zusammen etwa 11 Prozent des kanarischen Bruttosozialproduktes ausmachen. Die Bauwirtschaft schlägt allein mit 9 Prozent zu Buche. Insgesamt stieg die kanarische Wirtschaft 2005 um 3,09 Prozent.

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichen die Kanarischen Inseln 2005 einen Index von 89 (EU-25:100).[25]

Laut Nationalem Statistikamt INE[26] beträgt das Brutto-Monatsgehalt eines Arbeitnehmers auf den Kanaren im Jahr 2006 durchschnittlich 1.300 Euro, und ist damit das zweitniedrigste spanienweit. Hinzu kommt, dass ein kanarischer Arbeitnehmer mit durchschnittlich 146,1 Monatsstunden die drittlängste Arbeitszeit des Landes hat. 2005 hatte die Autonome Region Kanarische Inseln den zweithöchsten Anstieg der Arbeitslosenquote Spaniens. Entgegen diesen Trends verzeichnen die Kanaren jedoch nach Untersuchungen der katalanischen Caixa-Bank mit etwa 4,9 Prozent den höchsten Konsumanstieg des Landes, was ausschließlich auf das hohe Bevölkerungswachstum von über 29 Prozent in den letzten fünf Jahren zurückzuführen ist (Durchschnitt Spanien: 17,9 Prozent).

Niedrigsteuergebiet

Seit Januar 2000 existiert die Sonderzone ZEC (Zona Especial Canaria), die zunächst bis 31. Dezember 2008 von der Europäischen Union genehmigt war, und im Januar 2007 von der EU bis ins Jahr 2019 verlängert wurde. Diese von der spanischen Zentralregierung und der Regionalregierung gegründete, und dem spanischen Wirtschaftsministerium angegliederte Organisation, hat zur Aufgabe, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Archipels zu fördern und zu erweitern, damit sie nicht nur von den vorherrschenden Wirtschaftszweigen Tourismus und Bau abhängt. Deshalb gibt es sogenannte ZEC-Unternehmen, die sich zu bestimmten Investitionen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen verpflichten, und somit beispielsweise von einem reduzierten Satz der spanischen Körperschaftssteuer von nur 4 Prozent profitieren können (normal in Spanien 30 Prozent). Auf den Inseln Gran Canaria und Teneriffa ist eine Mindestinvestition von 100.000 Euro und die Schaffung von fünf Arbeitsplätzen Voraussetzung, auf den anderen Inseln mit geringerer Wirtschaft sind es 50.000 Euro und drei Neueinstellungen. Eine Hauptaufgabe der ZEC ist es, ausländisches Kapital auf die Kanaren zu holen. Bereits über 78 Prozent der Investitionen im Niedrigsteuergebiet stammen aus dem Ausland, davon über 13 Prozent aus Deutschland, was damit nach Spanien zum größten Investor unter den zugelassenen ZEC-Unternehmen wurde. Des Weiteren wird hier geregelt, dass die spanische Mehrwertsteuer auf den Inseln nicht gilt. Dafür wird die IGIC (Impuesto General Indirecto Canario), eine deutlich niedrigere Inselsteuer, erhoben. Hierbei handelt es sich um eine den Endverbraucher belastende indirekte Steuer, die der Mehrwertsteuer gleich kommt, mit einem reduzierten Steuersatz von derzeit 5 Prozent.

Infrastruktur

Der Archipel ist rund zwei Flugstunden von der iberischen Halbinsel, und etwa vier Flugstunden von Zentraleuropa entfernt. Es gibt Direktflüge in die wichtigsten Städte Spaniens, Europas und der Welt. Jede Insel besitzt inzwischen einen eigenen Flughafen, wobei die Flughäfen Teneriffa Süd und Gran Canaria zu den verkehrsreichsten Spaniens zählen. Auch untereinander sind die Inseln durch zahlreiche Fluglinien miteinander verbunden. Diese werden hauptsächlich von der in Telde auf Gran Canaria ansässigen kanarischen Fluggesellschaft Binter Canarias übernommen. Eine weitere, im Jahre 2001 gegründete, kanarische Fluggesellschaft ist Islas Airways.

Des Weiteren besitzen die Inseln Teneriffa und Gran Canaria jeweils einen der größten Seehäfen der Welt, gemessen an Ausdehnung, Schiffsaufkommen und Handelstätigkeit. Auch untereinander sind die Inseln wiederum mit zahlreichen Fähren verbunden.

Bereits von 1904 bis 1959 fuhr auf Teneriffa eine Straßenbahn. Seit März 2007 fährt als einzig schienengebundenes Verkehrsmittel der Kanaren wieder eine Straßenbahn, die Tranvia Tenerife zwischen der Hauptstadt Santa Cruz und der Universitätsstadt La Laguna.

 
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